Warum sich alles auf fünf Tage drängt
Der Grund steht im Gesetz. Nach Paragraf 573c BGB endet ein Mietverhältnis drei Monate nach der Kündigung, und zwar zum Ablauf des Monats, wenn die Kündigung bis zum dritten Werktag des Monats beim Vermieter liegt. Wer am 3. März kündigt, ist am 31. Mai raus. Jeder Mietvertrag in Hohen Neuendorf, in Birkenwerder und in Oranienburg läuft nach derselben Rechnung ab, und deshalb liegt in ganz Deutschland derselbe Stichtag auf demselben Tag.
Dazu kommt die Übergabe. Die alte Wohnung soll besenrein zurück, die neue steht oft schon ab dem 1. bereit. Aus beidem ergibt sich ein Fenster von fünf Werktagen: die letzten drei des Monats und die ersten zwei des nächsten. In diese fünf Tage passt nicht, was in 21 Werktagen anfällt.
Wir lösen das nicht mit einem Aufschlag, sondern mit Vorlauf. Der 31. kostet bei uns exakt so viel wie der 14.: eine Dreizimmerwohnung mit rund 36 Kubikmetern beginnt bei 795 Euro, die Anfahrt bleibt im Umkreis von 20 Kilometern bei 0 Euro. Was der Monatsletzte kostet, ist keine Gebühr, sondern Wartezeit.
Die Rechnung: 21 Werktage, 5 davon gefragt
Ein Monat mit 30 Kalendertagen hat 20 bis 22 Werktage, einer mit 31 Tagen 21 bis 23. Rechnen Sie mit 21, dann stimmt die Größenordnung. Fünf gefragte Tage von 21 sind 23,8 Prozent, also rund ein Viertel des Monats, in das gut die Hälfte aller Anfragen fällt.
Umgekehrt heißt das: An 16 von 21 Werktagen ist deutlich mehr Platz. Der viertletzte bis sechstletzte Werktag ist schon spürbar ruhiger, und die Spanne vom 10. bis zum 20. eines Monats umfasst rund 8 Werktage, die meist bis eine Woche vorher buchbar bleiben.
So verteilen sich 21 Werktage über den Monat
- Die letzten 3 Werktage: 14 Prozent der Tage, der härteste Abschnitt.
- Die ersten 2 Werktage des Folgemonats: 10 Prozent, fast genauso gefragt.
- Der viertletzte bis sechstletzte Werktag: 3 Tage, 14 Prozent, oft 10 Tage vorher noch frei.
- Der 10. bis 20. eines Monats: rund 8 Werktage, 38 Prozent, in der Regel 7 Tage vorher buchbar.
- Der Rest des Monats: 5 Werktage, 24 Prozent, häufig noch in 5 Tagen machbar.
21 Tage Vorlauf, und was in dieser Zeit passiert
Drei Wochen sind 15 Werktage. Das ist keine Willkür, sondern die Zeit, die zwischen Ihrer ersten Nachricht und dem beladenen Wagen tatsächlich vergeht, wenn nichts schiefgehen soll. Das Aufmaß dauert 20 bis 35 Minuten und kostet 0 Euro, per Videoanruf sind es 15 Minuten. Das Angebot gilt danach 21 Tage, Sie müssen also nicht am selben Abend entscheiden.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Angebot und Termin. Das Angebot hält 21 Tage, der Termin ist erst dann Ihrer, wenn Sie zusagen und unsere schriftliche Bestätigung mit Datum und Zweistundenfenster vorliegt. Die schicken wir binnen 24 Stunden. Wer das Angebot drei Wochen liegen lässt und dann den 31. bucht, hat den Vorlauf aufgebraucht, nicht gewonnen.
Drei Wochen bis zum Monatsletzten
- Tag 1: Anfrage über das Formular, rund um die Uhr möglich. Am Telefon sind wir Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.
- Tag 1 bis 3: Aufmaß, 20 bis 35 Minuten vor Ort oder 15 Minuten per Videoanruf, in beiden Fällen 0 Euro.
- Tag 2 bis 4: Angebot mit Festpreis oder Zeittarif. Es gilt 21 Tage.
- Tag 3 bis 5: Ihre Zusage, danach binnen 24 Stunden die Bestätigung mit Datum und Fenster.
- Tag 5 bis 7: Material. 30 Kartons, Kleiderboxen und Decken liefern wir im Umkreis von 20 Kilometern für 0 Euro.
- Tag 7 bis 19: Packen. Wer den Packservice nimmt, zahlt 24 Euro je Stunde und Kraft.
- Tag 19: letzte Rückfrage zur Zufahrt, zu Stockwerk und Aufzug.
- Tag 21: Umzugstag, Ankunftsfenster über 2 Stunden.
Zwei Werktage vorziehen: was das bringt
Fällt der Monatsletzte auf einen Freitag, dann sind der Mittwoch und der Donnerstag davor die interessanten Tage. Ihr Mietvertrag läuft ohnehin bis zum Letzten, Sie zahlen also keine zusätzliche Miete, wenn Sie am 29. statt am 31. räumen. Sie gewinnen zwei Tage für die Endreinigung und für alles, was beim Ausräumen auftaucht.
Der zweite Gewinn ist die Auswahl beim Fenster. Am 31. vergeben wir das, was übrig ist. Zwei Tage früher können Sie zwischen einem Fenster von 8 bis 10 Uhr und einem von 12 bis 14 Uhr wählen, und der Punkttermin mit 30-Minuten-Fenster für 39 Euro ist eher zu haben.
Preislich ändert sich nichts. Eine Zweizimmerwohnung mit rund 24 Kubikmetern beginnt am 29. wie am 31. bei 545 Euro, eine Vierzimmerwohnung mit rund 50 Kubikmetern bei 1.095 Euro. Die vollständige Aufstellung steht in der Preisübersicht.
Die Monatsmitte spart zwei Wochen Wartezeit
Wer nicht an den Monatswechsel gebunden ist, weil die neue Wohnung schon läuft oder weil der Vermieter mitspielt, sollte den 10. bis 20. prüfen. Für diese rund 8 Werktage reichen meist 7 Tage Vorlauf statt 21. Das sind zwei Wochen weniger Planung bei gleichem Preis.
Ein Beispiel aus der Nachbarschaft: Ein Umzug von der Kernstadt nach Hennigsdorf misst 8,3 Kilometer und 12 Minuten Fahrzeit, liegt also im 20-Kilometer-Ring und kostet 0 Euro Anfahrt. Am 14. eines Monats ist dafür in aller Regel innerhalb einer Woche ein Fenster frei, am 31. eher nicht.
Auch Teilmengen lassen sich auseinanderziehen. Keller und Dachboden können eine Woche vorher raus, der Rest am Stichtag. Bei Zeittarif rechnen wir jeden Einsatz einzeln ab, Mindestabnahme sind 3 Stunden, danach geht es im Viertelstundentakt weiter.
Kartons kaufen oder mieten, wenn drei Wochen dazwischenliegen
Bei 21 Tagen Vorlauf lohnt sich das Nachrechnen. Eine Dreizimmerwohnung braucht rund 30 Kartons. Gekauft kosten sie 30 mal 1,95 Euro, also 58,50 Euro, und sie gehören Ihnen. Gemietet sind es 30 mal 0,70 Euro je angefangener Woche, also 21 Euro pro Woche.
Zwei Wochen Miete sind 42 Euro und damit günstiger als der Kauf. Drei Wochen sind 63 Euro und damit teurer. Der Kipppunkt liegt also genau bei dieser Vorlaufzeit: Wer drei Wochen vorher anfängt zu packen, fährt mit dem Kauf besser, wer zehn Tage vorher loslegt, mit der Miete.
Kleiderboxen mit rund 18 Bügeln kosten 4,20 Euro je Stück und Woche, eine gesteppte Möbeldecke von 2,00 mal 1,50 Meter 2,80 Euro. Packpapier für etwa 25 Kartons Geschirr kostet 15,50 Euro, 50 Meter Luftpolsterfolie 21 Euro. Gebracht und wieder abgeholt wird alles im Umkreis von 20 Kilometern für 0 Euro.