Auflösung und Entrümpelung sind nicht dasselbe
Eine Entrümpelung endet, wenn der Raum leer ist. Eine Wohnungsauflösung endet erst, wenn der Vermieter den Schlüssel genommen und das Protokoll unterschrieben hat. Dazwischen liegen vier Arbeiten, die es beim Kellerräumen nicht gibt, und genau sie machen den Unterschied im Aufwand aus.
Erstens die Übergabe selbst, mit Terminbindung an den Vermieter oder die Hausverwaltung. Zweitens die Wertanrechnung: Was sich verwerten lässt, mindert den Betrag, statt als Kubikmeter mitgerechnet zu werden. Drittens Papiere, Ordner und Datenträger, die nicht in den Container gehören. Viertens die Sachen, die in der Familie bleiben und irgendwo hinmüssen, bis jemand Platz hat.
Der Anlass ist fast immer einer von zweien: ein Erbfall oder ein Umzug ins Heim. In beiden Fällen entscheiden mehrere Personen mit, oft aus verschiedenen Städten. Deshalb gilt unser Angebot 21 Tage ab Zustellung, damit eine Familie Zeit hat, sich zu einigen, ohne dass der Preis nachträglich ein anderer wird.
Zwei Auflösungen, Posten für Posten gerechnet
Fall eins: eine Zweizimmerwohnung mit 58 Quadratmetern, vollständig möbliert, mit Kellerabteil. Beim Aufmaß kommen rund 30 Kubikmeter zusammen, das sind 30 mal 36 Euro, also 1.080 Euro. Die Familie behält das Buffet, zwei Sessel und 12 Kartons, zusammen rund 4 Kubikmeter. Eine Fahrt ins Lager kostet 95 Euro, das Abteil mit 4 Kubikmetern 42 Euro im Monat, über 3 Monate also 126 Euro. Zusammen 1.301 Euro.
Fall zwei: eine Vierzimmerwohnung mit 104 Quadratmetern, dazu Keller und ein voller Dachbodenanteil. Das Aufmaß ergibt rund 55 Kubikmeter, also 55 mal 36 Euro und damit 1.980 Euro. Behalten werden Stücke, die im Abteil rund 14 Kubikmeter belegen, unzerlegt aber gut 25 Kubikmeter Laderaum brauchen. Dafür fallen zwei Fahrten zu je 95 Euro an, zusammen 190 Euro. Das Abteil mit 15 Kubikmetern kostet 119 Euro im Monat, über 6 Monate also 714 Euro. Alles zusammen sind es 2.884 Euro.
In beiden Beträgen stecken Tragen, Fahrt, Entsorgungsgebühr und besenreines Übergeben. Nicht enthalten sind der Punkttermin für 39 Euro, falls der Vermieter nur ein enges Zeitfenster anbietet, und Arbeiten, die ein Handwerksbetrieb machen muss. Die Grundsätze stehen in der Preisübersicht.
Die 30 Kubikmeter der Zweizimmerwohnung, aufgeschlüsselt
- Wohnzimmer mit Schrankwand, Polstergarnitur und Teppich: rund 9 m³, also 324 Euro.
- Schlafzimmer mit Kleiderschrank, Bett und Kommode: rund 7 m³, also 252 Euro.
- Küche samt Geräten, Geschirr und Vorratsschrank: rund 6 m³, also 216 Euro.
- Flur, Bad und Abstellkammer: rund 4 m³, also 144 Euro.
- Kellerabteil mit Regalen, Koffern und Werkzeug: rund 4 m³, also 144 Euro.
Die Übergabe an den Vermieter
Übergaben haben eine eigene Eigenart: Sie finden auf die Minute statt. Die Hausverwaltung nennt 10 Uhr, und um 10 Uhr steht jemand in der leeren Wohnung, auch wenn er nur 20 Minuten Zeit hat. Deshalb gibt es für diesen einen Termin den Punkttermin mit 30-Minuten-Fenster für 39 Euro, während das übliche Ankunftsfenster 2 Stunden breit ist.
Praktisch heißt das: Wir räumen an Tag eins, kehren besenrein aus und sind an Tag zwei zur Übergabe wieder da, oder wir legen beides auf einen Tag, wenn die Menge unter rund 20 Kubikmetern liegt. Bei 30 Kubikmetern brauchen zwei Träger gut 8 Stunden, das lässt sich mit einer Übergabe um 10 Uhr nicht am selben Tag verbinden.
Besenrein heißt: ausgekehrt, Schrankfächer leer, Nägel und Dübel bleiben im Regelfall drin. Verlangt der Mietvertrag Malerarbeiten oder eine Grundreinigung, ist das Sache eines Handwerks- oder Reinigungsbetriebs, nicht unsere. Wir sagen das beim Aufmaß in den ersten 20 Minuten, damit niemand am Übergabetag überrascht wird.
Was wir zur Übergabe brauchen
- Alle Schlüssel in der Anzahl, die im Mietvertrag steht, meist 2 bis 4 Wohnungs- und 1 bis 2 Kellerschlüssel.
- Den Termin der Hausverwaltung mit Datum und Uhrzeit, damit wir das 30-Minuten-Fenster daraufsetzen können.
- Die Zählerstände von Strom, Gas und Wasser, abgelesen am Tag der Räumung.
- Eine Ansprechperson mit Vollmacht, wenn die Familie nicht vor Ort wohnt.
- Den Hinweis, ob Einbauten zurückgebaut werden müssen, etwa eine Küche für ab 279 Euro.
Was die Familie behält: einlagern statt entscheiden müssen
Bei einem Erbfall ist die schwerste Frage nicht, was weg soll, sondern was bleibt. Niemand will am Tag der Räumung über den Sekretär der Großmutter entscheiden. Deshalb nehmen wir das Behaltene mit ins Lager, und die Familie entscheidet später in Ruhe.
Ein Abteil mit 4 Kubikmetern kostet ab 42 Euro im Monat und fasst rund 60 Kartons oder ein Zimmer Mobiliar. 8 Kubikmeter kosten 74 Euro, 15 Kubikmeter 119 Euro und 25 Kubikmeter 179 Euro. Über 8 Monate kostet das mittlere Abteil 952 Euro, mit beiden Fahrten für 190 Euro also 1.142 Euro. Mehr dazu steht unter Möbeleinlagerung, den Standort des Lagers nennen wir nicht öffentlich.
Wer verteilt statt lagert, bekommt die Stücke gefahren: Eine Kommode zu einem Erben nach Berlin-Mitte, 32,7 Kilometer entfernt, kostet 3 Stunden Transporter mit zwei Trägern zu 67 Euro, also 201 Euro, plus rund 59 Euro Anfahrt. Details dazu stehen beim Möbeltransport.
Papiere, Datenträger und Wertanrechnung
In fast jeder aufgelösten Wohnung stehen 3 bis 10 Ordner mit Versicherungsunterlagen, Kontoauszügen und Arztbriefen, dazu Fotos, Briefe und manchmal ein alter Rechner. Solche Papiere werfen wir nicht in die Fuhre. Wir sortieren sie beim Räumen heraus und übergeben sie der Familie, oder wir geben sie auf Wunsch zur Aktenvernichtung, dann werden sie geschreddert statt in den Papiercontainer geworfen.
Das kostet keinen eigenen Satz. Papier zählt als Raummaß wie alles andere, also 36 Euro je Kubikmeter, und 10 volle Ordner sind rund 0,2 Kubikmeter. Der Aufwand liegt im Sortieren, und den nehmen wir bei einer Auflösung als selbstverständlich an.
Umgekehrt gibt es die Wertanrechnung. Lässt sich Mobiliar, Werkzeug oder Hausrat verwerten, mindert das den Betrag. Den Abzug beziffern wir beim Aufmaß und führen ihn als eigene Minuszeile im Angebot, damit Sie ihn nachrechnen können. Was nicht im Angebot steht, wird nicht angerechnet und auch nicht berechnet.
Erbfall: wer unterschreibt, und wie viel Zeit bleibt
Bei mehreren Erben genügt es uns, wenn eine Person beauftragt und die anderen einverstanden sind. Wir brauchen keine notarielle Vollmacht und keinen Erbschein, um zu räumen, aber wir fangen nicht an, solange die Familie noch uneins ist. Das Angebot gilt 21 Tage, und in dieser Zeit ändert sich am Betrag nichts.
Der Zeitdruck kommt meist vom Mietvertrag: Die Kündigungsfrist läuft, jeder weitere Monat kostet Miete. Wer am 10. eines Monats anruft, bekommt in aller Regel einen Termin innerhalb des Monats, denn eine Zweizimmerwohnung mit 30 Kubikmetern ist ein Tag Arbeit, keine Woche.
Fällt der Termin doch, weil die Erbengemeinschaft mehr Zeit braucht, kostet das Verschieben bis 48 Stunden vorher 0 Euro, einmal je Auftrag. Eine spätere Absage kostet 95 Euro, am Räumtag 20 Prozent der Angebotssumme, bei 1.080 Euro also 216 Euro.
Der Ablauf einer Auflösung, Schritt für Schritt
- Anruf oder Formular, dazu Zimmerzahl, Quadratmeter und ob Keller oder Dachboden dazugehören.
- Aufmaß vor Ort für 0 Euro, Dauer 20 bis 35 Minuten, dabei wird das Behaltene markiert.
- Angebot mit Kubikmeterzahl, Betrag, Wertanrechnung und Lagerkosten, gültig 21 Tage.
- Schriftliche Bestätigung binnen 24 Stunden nach der Zusage, mit Datum und 2-Stunden-Fenster.
- Räumtag: Behaltenes zuerst ins Lager, dann räumen, entsorgen und besenrein auskehren.
- Übergabe an den Vermieter, auf Wunsch als Punkttermin mit 30-Minuten-Fenster für 39 Euro.
Warum wir nach Raummaß rechnen und nicht nach Stunden
Bei einer Auflösung sind Stunden die schlechtere Währung. Niemand kann vorher sagen, wie lange ein Schrank aus den 1930er Jahren im Treppenhaus braucht, und der Kunde trägt beim Stundenpreis jedes Risiko. Mit 36 Euro je Kubikmeter liegt das Risiko bei uns, und Sie kennen die Summe vor dem ersten Griff.
Zur Einordnung: 30 Kubikmeter Auflösung kosten 1.080 Euro. Nach Zeit gerechnet wären das mit Möbelkoffer und drei Trägern zu 99 Euro rund 10,9 Stunden, und dabei wäre die Entsorgungsgebühr noch nicht bezahlt. Bei 55 Kubikmetern für 1.980 Euro entspricht der Betrag 20 Stunden zum selben Satz.
Wir bedienen von Hohen Neuendorf aus den Süden von Oberhavel und den Berliner Nordrand ohne Anfahrtsbetrag, das reicht von Birkenwerder mit 2,6 über Hennigsdorf mit 8,3 bis Leegebruch mit 18,2 Kilometern. Die vollständige Liste steht unter Einsatzorte, den Betrieb stellen wir unter Unser Betrieb vor.